GALERIE VAN DE LOO PROJEKTE

Profil

Im Herbst 2010 eröffnet GALERIE VAN DE LOO PROJEKTE ihre Räume im Münchner Kunstareal, gleich gegenüber der Pinakothek der Moderne. Vor dem Hintergrund von über 50 Jahren kontinuierlicher und erfolgreicher Galeriearbeit in der Maximilianstraße verändert sich die Ausrichtung hin zu einer stärker projektbezogenen Tätigkeit. Die Vermittlung des Galerieprogramms reicht dabei von der Förderung und Begleitung größerer Publikationen, Forschungsarbeiten und Ausstellungsvorhaben in Institutionen bis hin zu eigenen, in Zusammenarbeit mit den Künstlern entwickelten Projekten in externen Räumlichkeiten. Parallel dazu wird das Programm in den eigenen Räumen in wechselnden Ausstellungen, ergänzt durch ein thematisch eingerichtetes Galerielager vor Ort, vorgestellt. Dabei kommt es immer wieder zu konzentrierten Gegenüberstellungen  von jüngeren, auch externen Positionen mit dem eigenen Galeriebestand an Werken aus früheren Jahren. Über die Internetseite, Rundschreiben und Angebotskataloge wird regelmäßig über die eigenen Aktivitäten und die der Künstler informiert.

Galeriegeschichte

1957 eröffnete Otto van de Loo seine ersten Galerieräume in der Maximilianstraße 25. Zu einer Zeit, als man in München die Galerien für zeitgenössische Kunst an drei Fingern abzählen konnte, kristallisierte sich seine Pilotgalerie schnell zu einem wichtigen Forum der Avantgarde heraus. Nachdem die Anfangsjahre stark vom deutschen Informel z. B. eines Emil Schumachers oder Hans Platscheks geprägt waren, entdeckte Otto van de Loo auf europäischer Ebene schon bald verschiedene expressiv Strömungen für sich, wobei er sich vor allem für eine spontan-bildnerische Bildsprache außerhalb der gängigen Normen und Traditionen interessierte. Künstler wie Antonio Saura, Antoni Tàpies, Asger Jorn, Constant, Pierre Alechinsky, Arnulf Rainer oder die Mitglieder der Gruppe SPUR stellte er erstmals in München und in einigen Fällen erstmals in Deutschland vor. Den Künstlern bot die Galerie von Anfang an ein Forum für intensive inhaltliche Debatten über Malerei, Kunstgeschehen und Kulturpolitik. In den achtziger Jahren kam eine jüngere Generation von Malern wie Hans Matthäus Bachmayer, Gunter Damisch, Franz Hitzler, Miriam Cahn und Gustav Kluge hinzu. 1997 schließlich beendete Otto van de Loo nach vierzig Jahren seine Galeriearbeit.